Eine Geschichte zum drüber nachdenken.

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TheNorthHD

Spieler
Hiermit richte ich mich gegen die Bearbeiter der EA:

Es war einmal ein Holzfäller, ein armer Holzfäller der eines Abends zu seinem Haus zurückkehrte. Er hatte den ganzen Tag lang hart gearbeitet und war müde. Seine Frau war in der Scheune und melkte die Kuh, und das kleine Kindchen, ein Mädchen, war im Haus und schlief in seinem Bettchen. Als der Holzfäller nun nach Hause kam, ging er zuerst in die Scheune, um seine Frau zu begrüßen. Gemeinsam gingen sie dann zum Haus. Doch schon aus der Fern bemerkten sie das die Tür offen stand. Ein ungutes Gefühl bemächtigte sich ihrer und sie rannten zur Tür, weil sie schlimmes befürchteten. Der Holzfäller trat als erstes ein und betrachtete den Raum. Die Möbel waren umgestürzt, das Geschirr vom Tisch gefegt. In der Mitte des Raumes stand der Hund der Familie, ein großer, zottiger Geselle. Seine Schnauze war blutig, ebenso sein dickes Fell. Er stand nur da und als der Holzfäller eintrat, da drehte er den Kopf. Hinter dem Hund lag das weinende Kind auf dem Boden. Das Bettchen war umgestürzt. Dem Holzfäller blieb das Herz schier stehen vor Schreck. Das Kind war auf den Boden gerollt und schrie. Der Hund stand da und atmete schwer. Der Holzfäller hatte den Hund großgezogen. Er hatte ihn als Welpen in den Schlaf gewiegt. Er hätte nie gedacht, dass der Hund so etwas Böses tun würde. Der Hund drehte den Kopf und betrachtete das weinende Kind. Dan nahm der Holzfäller das Gewehr von der Wand und erschoss den Hund, bevor er Schlimmeres würde tun können. Seine Frau lief zu dem Kind und nahm es schnell in die Arme. Der Holzfäller näherte sich vorsichtig dem sterbenden Hund, doch als er weiter in den Raum ging, entdeckte er einen toten Wolf, der zwischen den Stühlen lag. Seine Kehle war zerfetzt. Da erstarrte der Holzfäller, denn mit einem Mal wurde ihm klar, was geschehen war und welchen schrecklichen Fehler er begangen hatte. Seine Frau hatte wohl aus Versehen die Tür einen Spaltbreit offen gelassen, sodass ein hungriger Wolf ins Haus hatte schlüpfen können. Der Hund hatte mit dem Wolf gekämpft und das Kindchen beschützt und gerettet (…) Der Holzfäller kniete sich neben den Hund er weinte die ganze Nacht um ihn (…) Und so endet die Geschichte.

Erlkönigskind von Christoph Marzi


Ich möchte, dass ihr euch alle darüber Gedanken macht.
 
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